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Hier
geht´s zu unseren Sportreisen 2008 mit Neuauflage der Italientour
Rennradabenteuer
Italien 2006 - Der 6.Tag
Wir fahren
die anspruchsvolle Küstenstraße mit Blick
auf die Insel Capri - und es geht mächtig rauf und runter, es
ist schon wichtig dass auch mal wieder ein paar Höhenmeter gefahren
werden, nach Amalfi. Weiter über Paestum
- vergiss Griechenland und die Akropolis. Die schönsten Griechischen
Tempel der Welt findest Du in Paestum im südlichen Italien. Wir
hoffen, dass auch die „Wildesten von den Wilden” überzeugt
werden können eine der bedeutendsten Tempelanlagen der Welt zu
besichtigen. Das Etappenziel wird heute die südlichste Provinz
Italiens „Reggio Kalabrien” sein. (205
km).
VON
BERND MÜLLER
Kultur, nicht nur kulinarisch
"Wir können doch nicht nur durchbrettern", sagt Bruno,
der Schweizer inmitten der Gruppe der Ostalb-Radler. Zumindest einen
Espresso müsse man doch trinken.
Von
nun an gehört die tägliche Pause in einer italienischen
Bar zum Standard-Programm. "Du bringst hier Kultur rein",
lobt Karl. Die kurzen Stopps bringen mehr als Koffein ins Blut. Kurze
Kontakte mit der italienischen Lebensart. Wie mit dem alten Herrn,
der mit seinem Damenrad an der Bar vorbeigondelt, uns irgendwas vermutlich
aufmunterndes zuruft und von uns radebrechend mit einem "Sono
tedesci al bicicleta da Lago di Garda a Palermo" bedacht wird.
Worauf er etwas anerkennendes, glauben wir jedenfalls, erwidert.
Ein Besuch in Pisa
Kultur gibt's nicht nur kulinarisch, ein Mindestmaß an Eindrücken
jenseits der Straße wollen auch passionierte Rennradler miterleben.
Zum Beispiel in Pisa, wo wir unter unzähligen Touristen aus der
halben Welt die einzigen Radler sind - kein Wunder bei dem ausdauernden
Nieselregen, der unsere Regenjacken benetzt. Der Aufstieg auf den
schiefen Turm bleibt uns verwehrt. Keine Zeit, und mit den zum staksigen
Gang zwingenden Radschuhen nur schwer möglich. Einen Tag später,
am Ostermontag, einer der Höhepunkte der Tour: Einfahrt auf dem
Petersplatz. Einen Tag, nachdem die Stadt rund eine halbe Million
österliche Gäste durchgeschleust hatte. Ein Gänsehaut-Gefühl.
Und, ganz nebenbei, viel stressfreier, als wenn man mit dem Auto nach
Rom einfahren wollte. Als nächstes geht's entlang der
Amalfiküste - übrigens eine der schönsten Rennradstrecken
der Welt - zu den antiken Tempelanlagen in Paestum, Reiseführer
Paul hat uns schon vorgeschwärmt. Für eine ausführliche
Führung bleibt mal wieder keine Zeit. Die Kilometer-Fresser-Euphorie
hat nun fast alle erfasst. Eine Führung kann man später
mal nachholen, nun gibt's weitere Kilometer auf den Tacho. Nicht mal
für einen Kaffee hat's heute gereicht. Aber am letzten Tag gibt's
garantiert noch einmal ein Stück italienische Kultur.
Bilder vom 6.Tag
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