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  Rennradabenteuer Italien 2006 - Der 5.Tag

Heute knallen wir durch Latium - vorbei am antiken Ostia - Anzia in den Golf von Neapel - der Vesuv grüßt uns und das Etappenziel die Amalfiküste - einer der schönsten Küsten der Welt wird unser Ziel sein! (238 Kilometer)


VON BERND MÜLLER
Tag fünf: "Wie man da reinwächst"
Alle sind ein bisschen platt am fünften Tag. Aber vor allem erstaunt - darüber, dass die Tageskilometerleistungen nicht ab, sondern zunehmen.


Wer am ersten Tag mit gut hundert Kilometern zufrieden war, fährt jetzt 150. "Die Vorsicht ist vorbei", sagt Karl. "Jetzt wissen wir, was möglich ist auf dem Rennrad." Nicht nur Jürgen Hauber staunt: "Ich hätte gedacht, dass einige nach dem dritten Tag einbrechen."
"Der Hintern tut weh"
"Ich bin erstaunt, dass es so gut läuft", sagt Roland. "Es ist der Hammer, wie du da reinwächst", findet Marion. Doch nach fünf Tagen Radfahren am Stück gibt es doch eine Problemzone: "Der Hintern tut weh", sagt Roland, eine Erfahrung, die er mit allen teilt.
Andere Körperteile sind zunehmend auch überlastet: Sehnen, Kniegelenke tun weh, die Voltaren-Tube macht im Bus die Runde. Ob das alles gesund ist? Dietrich, von Beruf Arzt, verweist auf Paracelsus: "Die Dosis entscheidet."
Doch eine Überdosis scheint bisher keiner abgekriegt zu haben. "Jeder von uns Sportlern hat doch eine ganz gute Beobachtung für seinen Körper." Jürgen Hauber rät dennoch, es nicht zu übertreiben: "Wer jetzt ein bisschen Tempo rausnimmt, der ist wirklich gut beraten. Da bist du hinterher nicht wochenlang platt." Wir werden sehen.
Heute morgen sind wir bei regnerischem Wetter einige Kilometer außerhalb von Rom gestartet, inzwischen sind wir kurz vor Neapel. Jetzt hat's 26 Grad, aber streckenweise auch viel Verkehr auf der Küstenstraße. Wer kurvige Fahrten durch belebten Stadtverkehr liebt, kommt hier voll auf seine Kosten. Aus eben diesem Grund, dem dichten Verkehr in den Städten, verzichten wir großzügig auf Neapel per Rad. Wir freuen uns aufs Kommende: Noch zwei Tage im Sattel, rund 350 Kilometer, das wird doch zu schaffen sein...
Das Ende in Sicht
In seltenen Momenten kommt doch schon ein wenig Vorfreude auf das Ende der Kilometerfresserei auf. Am Freitag sind wir 23 Stunden auf der Fähre von Sizilien nach Genua, Und was wir dort anstreben, ist folgendes: Regeneration, Regeneration, Regeneration.

  Bilder vom 5.Tag
       
       



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