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  Rennradabenteuer Italien 2006 - Der 1.Tag

Sehr frühe Abfahrt (das Aufstehen sind wir doch gewohnt....) Anreise bis Trento - dann Radfahren - entlang dem Ostufer des Gardasees, mit super Blick auf den See - Poebene bis zur Brücke von Borgoforte (155 km). Hotel in Mantova.


VON BERND MÜLLER
Tag eins: Der Tag der vielen Fragen
Wie wird's laufen? Halte ich mit? Wie ist das Wetter? Der erste Tag ist der Tag der vielen offenen Fragen. Die Antworten gibt's nur auf dem Rad.


Sieben Stunden im Bus von der Ostalb nach Italien lassen genug Zeit zum Grübeln, zum nervös sein. "Ich brauch' keinen Kaffee, ich bin so schon nervös genug", sagt Oliver. Reiseführer Paul Launer beantwortet viele Fragen zur Strecke, zur Sicherheit auf italienischen Straßen, zur Verpflegung. Aber die wichtigsten Antworten muss man selbst finden. Am Tag eins der Tour vom Gardasee bis nach Sizilien.
Gestern Vormittag, 11 Uhr, kurz hinter Trento: Die Streckenführer haben die Einrollphase mal eben verlängert: "Wir werden schon vor dem Gardasee losfahren, von Trento das Sarcatal abwärts bis nach Torbole", sagt Launer. Bei den Temperaturen . . . Der Brenner tut wieder seinen Dienst als Wetterscheide, südlich ist's sonnig. Auch am Start, bei 14 Grad. Ganz langsam wird eingerollt, und nach zwölf Kilometern schon der erste Sturz. Eine Scherbe während der Fahrt vom Reifen abstreifen - das hatte nicht geklappt. Zum Glück nur eine Prellung. Nach 14 Kilometern muntert Karl seine Mitfahrer auf: "Schon ein Prozent der Strecke geschafft." Am Ende werden es drei Distanzen sein, die die Radler geschafft haben: 96, 127, 155.
18 Uhr: Alle sind am Ziel: der Gardasee, die Landschaft, das Gefühl in der Gruppe Rad zu fahren, das hat Auswirkungen. Nach dem langen Winter und Schmuddelwetter in Deutschland kommt Euphorie auf. Entsprechend fallen die Antworten aus. Oliver, der am Ende 155 Kilometer gefahren hat, muss eine Diskrepanz zwischen Denken und Tun eingestehen. Der Verstand hatte etwas anderes gefordert. Als das, was er tat nämlich. "Aber es war eben so schön, und morgen lass' ich's einfach auf mich zukommen." Das mit der tempofördernden Euphorie hat auch Zugpferd Jürgen Hauber ausgemacht: "Meine Gruppe war fast ein bisschen zu schnell." Die Frauen sind wie so oft bedächtiger. Marion: "Ich bin froh, dass ich nach knapp hundert Kilometern aufgehört habe."
So weit die Antworten, Teil eins.

  Bilder vom 1.Tag

       
       
       



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