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geht´s zu unseren Sportreisen 2008 mit Neuauflage der Italientour
Rennradabenteuer
Italien 2006 - Der 1.Tag
Sehr frühe Abfahrt (das Aufstehen sind wir doch gewohnt....)
Anreise bis Trento - dann Radfahren - entlang dem
Ostufer des Gardasees, mit super Blick auf den See
- Poebene bis zur Brücke von Borgoforte (155
km). Hotel in Mantova.
VON
BERND MÜLLER
Tag eins: Der Tag der vielen Fragen
Wie wird's laufen? Halte ich mit? Wie ist das Wetter? Der erste Tag
ist der Tag der vielen offenen Fragen. Die Antworten gibt's nur auf
dem Rad.
Sieben
Stunden im Bus von der Ostalb nach Italien lassen genug Zeit zum Grübeln,
zum nervös sein. "Ich brauch' keinen Kaffee, ich bin so
schon nervös genug", sagt Oliver. Reiseführer Paul
Launer beantwortet viele Fragen zur Strecke, zur Sicherheit auf italienischen
Straßen, zur Verpflegung. Aber die wichtigsten Antworten muss
man selbst finden. Am Tag eins der Tour vom Gardasee bis nach Sizilien.
Gestern Vormittag, 11 Uhr, kurz hinter Trento: Die
Streckenführer haben die Einrollphase mal eben verlängert:
"Wir werden schon vor dem Gardasee losfahren, von Trento das
Sarcatal abwärts bis nach Torbole", sagt Launer. Bei den
Temperaturen . . . Der Brenner tut wieder seinen Dienst als Wetterscheide,
südlich ist's sonnig. Auch am Start, bei 14 Grad. Ganz langsam
wird eingerollt, und nach zwölf Kilometern schon der erste Sturz.
Eine Scherbe während der Fahrt vom Reifen abstreifen - das hatte
nicht geklappt. Zum Glück nur eine Prellung. Nach 14 Kilometern
muntert Karl seine Mitfahrer auf: "Schon ein Prozent der Strecke
geschafft." Am Ende werden es drei Distanzen sein, die die Radler
geschafft haben: 96, 127, 155.
18 Uhr:
Alle sind am Ziel: der Gardasee, die Landschaft,
das Gefühl in der Gruppe Rad zu fahren, das hat Auswirkungen.
Nach dem langen Winter und Schmuddelwetter in Deutschland kommt Euphorie
auf. Entsprechend fallen die Antworten aus. Oliver, der am Ende 155
Kilometer gefahren hat, muss eine Diskrepanz zwischen Denken und Tun
eingestehen. Der Verstand hatte etwas anderes gefordert. Als das,
was er tat nämlich. "Aber es war eben so schön, und
morgen lass' ich's einfach auf mich zukommen." Das mit der tempofördernden
Euphorie hat auch Zugpferd Jürgen Hauber ausgemacht: "Meine
Gruppe war fast ein bisschen zu schnell." Die Frauen sind wie
so oft bedächtiger. Marion: "Ich bin froh, dass ich nach
knapp hundert Kilometern aufgehört habe."
So weit die Antworten, Teil eins.
Bilder vom 1.Tag
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